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Allgemein

Was kostet eine Auslandsvermittlung wirklich, Employer-Pays-Mathematik für den Mittelstand

Vermittlungshonorare, Probezeit-Risiko, versteckte Kosten und die ökonomische Logik von Pay-on-Success bei der Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland. Konkrete Zahlen, ehrlich aufgeschlüsselt.

Eine offene Stelle in einer 25-Personen-Werkstatt kostet pro Monat irgendwo zwischen 8.000 und 25.000 Euro entgangener Marge, abhängig von Branche, Tarif, Auslastung. Trotzdem behandeln viele Mittelstandsbetriebe Vermittlungshonorare wie versteckte Steuer, nicht wie das Werkzeug zur Engpasslösung, das sie sind. Dieser Beitrag rechnet ehrlich nach.

Was eine Inlands-Vermittlung typischerweise kostet

Klassische deutsche Personalvermittlung im gewerblichen Bereich:

  • Honorar: zwei bis drei Bruttomonatsgehälter, häufig 20–30 % vom Brutto-Jahresgehalt. Bei einer Fachkraft mit 45.000 € Jahresbrutto sind das 9.000–13.500 €.
  • Zahlbarkeit: mehrheitlich erfolgsbasiert (Pay-on-Success), seltener Retainer.
  • Garantien: häufige Klauseln für anteilige Rückerstattung bei Austritt innerhalb der Probezeit oder ersten sechs Monate.
  • Nicht enthalten: Onboarding, Sprache, Anerkennungsverfahren, bei inländischen Vermittlungen ist das auch nicht nötig.

Das ist der Vergleichsmaßstab für Mittelstandsbetriebe, wenn sie über Vermittlungshonorare nachdenken.

Was eine Auslandsvermittlung anders macht

Wer Fachkräfte aus Drittstaaten anwerbt, hat einen ganz anderen Wertschöpfungs- stack zu organisieren:

  1. Auswahl und Vor-Qualifizierung im Herkunftsland, bei Werkbrücke übernimmt das das AHK-Berufskolleg Kairo via 13-monatigem strukturiertem Curriculum.
  2. Sprache, Goethe-B1 als Voraussetzung vor Vorstellung, nicht als Versprechen danach.
  3. Visumsverfahren, beschleunigtes Fachkräfteverfahren mit ZAV-Stellung- nahme, Botschafts-Antrag, BA-Zustimmung. Gebühr allein: 411 € pro Antrag.
  4. Anerkennungspartnerschaft, schriftliche Vereinbarung zwischen Betrieb und Fachkraft, Geeignetheits-Nachweis.
  5. Onboarding in Deutschland, Anmeldung, Bankkonto, Wohnungssuche- Beratung, erste Behördengänge, kulturelle Einarbeitung.

Würde ein Mittelständler das alleine organisieren, lägen die internen Personalkosten plus externe Beratungshonorare bei mehreren tausend Euro pro Vermittlung, bei deutlich höherem Ausfallrisiko und ohne kontinuierliche Pipeline.

Werkbrückes Modell, was kostet was

Bei Werkbrücke kostet eine erfolgreiche Vermittlung zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro Fachkraft. Die Bandbreite reflektiert drei Faktoren:

  • Bereichs-Komplexität: PV-Elektriker (HwK-Anerkennung, Pilot-Bereich) liegen am oberen Ende; einfachere Industrie-Profile am unteren.
  • Vertragslaufzeit: unbefristete Verträge günstiger als Zeitverträge.
  • Spezialisierung: Hochvolt-zertifizierte KFZ-Mechatroniker oder SPS-erfahrene Industrieelektroniker am oberen Ende.

Was im Honorar enthalten ist (vollständige Liste auf der Preise-Seite):

  • Bedarf-Briefing + schriftliche Bereichs-Bestätigung.
  • Match aus dem AHK-Kolleg-Pool, AHK-Zertifikat Kat. B/C + Goethe-B1 garantiert.
  • Visumsbegleitung §16d Abs. 3 in Kooperation mit ZAV und Botschaft Kairo.
  • Anerkennungspartnerschafts-Vorlage und HwK-/IHK-Antragsbegleitung.
  • Onboarding in den ersten Wochen am Beschäftigungsort.
  • Bilingualer DE/AR-Ansprechpartner für die gesamte Pipeline.

Zahlbar bei Arbeitsantritt. Kein Vorabhonorar, keine Stundenpauschalen während der Suche. Wenn die Fachkraft binnen der ersten Wochen nicht antritt, fällt das Honorar nicht an.

Warum 0 € vom Kandidaten

§296 SGB III ist eindeutig: Personalvermittlungen, die in Deutschland Beschäftigung vermitteln, dürfen vom Vermittelten kein Entgelt erheben, mit sehr engen Ausnahmen. Werkbrücke arbeitet konsequent Employer-Pays. Das ist nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern Schutz vor Subagenten-Modellen, in denen Kandidaten in Herkunftsländern mehrere tausend Euro Gebühren auf intransparenter Basis zahlen. Wer faire Anwerbung ernst nimmt, kassiert nicht beim Kandidaten, auch nicht über Umwege.

Der echte Vergleich, entgangene Marge

Die ökonomische Frage ist nicht "ist 3.000 € viel oder wenig". Sie ist: welche Alternative gibt es?

Drei Szenarien, vergleichend:

| Szenario | Honorar | Antritt | Restrisiko | |---|---|---|---| | Klassische Inlands-Vermittlung | 9.000–13.500 € | 2–4 Monate (wenn Kandidaten verfügbar) | Markt ausgetrocknet, Wahrscheinlichkeit, ohne Erfolg zu enden, ist real | | Eigene Anwerbung im Ausland | „nur" interne Stunden | 8–14 Monate, mit hohem Behörden-Risiko | Visumsablehnung, Sprach-Missmatch, Subagenten-Risiko | | Werkbrücke | 1.000–5.000 €, nur bei Erfolg | 4–6 Monate, definiert | Pipeline-Risiko bleibt bei uns |

Wer rechnet, sieht: Bei einer entgangenen Marge von 10.000 € pro Monat über sechs Monate sind das 60.000 € Opportunitätskosten. Ein Werkbrücke-Vermittlungshonorar liegt bei 5–10 % davon.

Mindestbeschäftigung, die andere Seite des Vertrags

Der B2B-Vermittlungsvertrag legt eine Mindestbeschäftigungsdauer von 24 Monaten zwischen Werkbrücke und Betrieb fest. Das ist Marktstandard und schützt vor Vermittlungs-Karussell. Wichtig: Die 24 Monate binden den Betrieb gegenüber Werkbrücke, nicht den Kandidaten, der Kandidat kann jederzeit kündigen. Wer auf weniger als zwei Jahre Beschäftigungs-Horizont plant, ist mit Zeitarbeit besser bedient.

So-what

Vermittlung aus dem Ausland ist nicht billiger als Inlands-Vermittlung pro Vorgang, sie ist anders. Pay-on-Success plus Anerkennungs- und Visums- Begleitung verschieben das Risiko von der Bilanz des Betriebs auf den Vermittler. Wer Engpasskosten von 8.000–25.000 € pro Monat trägt, hat ökonomisch keinen Grund, ein 3.000-€-Erfolgshonorar als Hürde zu sehen. Es ist das Werkzeug, das die Bilanz wieder dreht.

Details und Konditionen pro Bereich: werk-bruecke.de/preise, oder direkt im Bedarf-Briefing konkret werden.